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Müll im Meer

Müll ist ein weltweites Problem für uns Menschen und unsere Umwelt. Es werden täglich 3,5 Millionen Tonnen Müll produziert und wenn wir Menschen unser Verhalten nicht überdenken und verändern werden es, laut dem Forscher Daniel Hoornweg, im Jahr 2100 täglich mehr als elf Millionen Tonnen feste Abfälle sein. Dieses schrieb er im Fachjournal „Nature“.

 

Auswirkungen

Unser Planet besteht aus 70% Wasser und es gibt gewaltige Müllstrudel in den Ozeanen die eine Fläche haben von der Größe Mitteleuropas. Diese Müllstrudel verbreiten sich immer mehr in den Gewässern und schaden Meeresbewohner und somit auch den Menschen. Das Umweltbundesamt schreibt auf deren Internetseite, dass ein großer Anteil des gefundenen Mülls aus Kunstoffen besteht, etwa dreiviertel im Durchschnitt. Dieses braucht bis zu einige hundert Jahre um zu verrotten. Müll der am Strand liegen gelassen, von Schiffen aus entsorgt oder in Flüsse und in Meer geweht wurde vermehrt sich immer mehr.

Es wird geschätzt, dass sich dort mittlerweile zwischen 100 und 142 Millionen Tonnen Müll befindet. Pro Jahr werden es bis weiteren zu 10 Millionen Tonnen die im Meer verbleiben. Ein großer Teil des Mülls liegt auf dem Meeresboden, etwa 70%. 15% wird an Stränden angespült während die anderen 15% an der Wasseroberfläche treiben. Strömung und Wind sorgen für eine Globale Verteilung des Mülls auf und in den Meeren.

Für die Meeresbewohner bedeutet der Plastikmüll eine ernste Bedrohung für die Gesundheit. Fast die Hälfte aller Wal- und Delfinarten, etwa 43%, 36% der Seevogelarten und viele Fischarten verschlucken Müll. Der Magen-Darm-Trakt der Fische wird teilweise oder vollständig blockiert was dazu führt das sich die Verdauungsenzyme verringern. Für die Fische bedeutet das ein erheblicher Mehraufwand im Energiehaushalt. Dieses kann sich auf die Fortpflanzung auswirken oder auch zum Hungertod führen.

Fischernetze die verloren oder im Meer entsorgt worden sind, sind ein weiteres Risiko für die Tierwelt. Die Tiere verstricken oder strangulieren sich in den Netzen.

 

Aber wie gelangt der Müll überhaupt ins Meer?

Wie einer Infografik namens „Müll im Meer“ vom WWF zu entnehmen ist, kommt der Plastikmüll zum einen aus den Haushalten der Familien. Meist handelt es sich dabei um kleinste Plastikteile, welche in verschiedenen Produkten enthalten sind, vor allem in Kosmetikprodukten, mit dem Ziel den Reinigungseffekt zu verstärken. Diese Plastikteile gelangen dann durch das Abwasser in die Meere, ebenso wie winzige Kunsttextilfasern, welche sich in der Waschmaschine von den Kleidungsstücken lösen, jedoch so klein sind, dass sie nicht im Sieb der Waschmaschine und auch nicht in den Kläranlagen hängen bleiben.

Eine weitere Quelle des Mülls in den Meeren stellen die Besucher von Stränden da. Diese lassen ihre Abfälle dort zurück. Der hinterlassene Müll wird dann entweder vom Wind in Richtung Wasser geweht oder bei der nächsten Flut von den Wellen erfasst und ins Meer hinausgetragen.

Auch kommt es vor, dass der Müll von den Besuchern des Strandes direkt im Wasser entsorgt wird.

Weiterer Müll gelangt über diverse Schiffe ins Meer. Dieser wird von den Schiffen trotz weltweiten Verbotes direkt im Meer entsorgt. Auch verlieren die Schiffe immer wieder Ladung Container, welche dann zusätzlich das Meer verschmutzt.

Auch der Fischfang trägt zur Vermüllung der Meere bei. Das Equipment, zum Beispiel Netze, werden in den Fluten entsorgt oder gehen verloren.

 

Was können wir dagegen tun?

Wir Menschen müssen Aktiv werden und unsere Umwelt vor dieser Vermüllung bewahren, indem Müll nicht achtlos weggeworfen wird, sondern stets im Mülleimer entsorgt wird.

Peelings, Duschgels und Zahnpasta meiden in denen Kunststoffe (wie z.B. Polyethylen) enthalten sind.

Müll trennen, denn so wird ermöglicht das Plastik und andere Stoffe recycelt werden können.

Langlebige Produkte kaufen, denn so werden natürliche Ressourcen geschont und Müll vermieden. Plastikfreie Verpackungen wir Papiertüten für Brot oder Obst und Gemüse nutzen. Mehrwegflaschen oder Glasflaschen aus der Region und eigenen Textiltaschen für den Einkauf verwenden.

Müll immer trennen damit dieser recycelt werden kann.

 

Wie lange braucht der Müll um abgebaut zu werden?

 

Produkt

Zeitraum

Papiertaschentuch

2-4 Wochen

Tageszeitung

6 Wochen

Pappkarton

2 Monate

Baumwollshirt

2-5 Monate

Wachskarton

3 Monate

Speerholz

1-3 Jahre

Zigarettenkippen

1-5 Jahre

Plastiktüte

10-20 Jahre

Dose

50 Jahre

Styroporbecher

50 Jahre

Getränkedose

200 Jahre

Getränkehalter aus Plastik

400 Jahre

Plastikflasche

450 Jahre

Wegwerfwindel

450 Jahre

Angelschnur

600 Jahre

Glasflasche

unbestimmt

 


 

Quellen:

Umweltbundesamt, Veröffentlichung am 16.08.2013, Müll im Meer

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/wie_lange_braucht_der_muell_um_abgebaut_zu_werden.pdf

Abgerufen am 01.12.2017

 

Umweltbundesamt, veröffentlich am 29.09.2015, Müll im Meer

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/muell-im-meer

Abgerufen am 28.11.2017

 

Welt, veröffentlicht am 30.10.2013, Die Erde steht vor ihrer völligen Vermüllung

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article121373995/Die-Erde-steht-vor-ihrer-voelligen-Vermuellung.html

Abgerufen am 28.11.2017

 

WWF, Anita Drhobloav, Veröffentlichung unbekannt

http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Infografik_Muell_im_Meer.pdf

Abgerufen am 29.11.2017